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„3-Konten-Modell“

#stetsorganisiert #DreiKontenModell

„Brauche ich eigentlich ein separates Geschäftskonto?“

Diese Frage wird mir immer wieder von Existenzgründern und Selbständigen gestellt.

Es gibt keine gesetzliche Grundlage für ein geschäftlich genutztes Girokonto (bitte branchenspezifische Gesetzgebung beachten) – allerdings ist eine saubere Trennung vom geschäftlichen und privaten Zahlungsverkehr zu empfehlen.

Viele Kleinunternehmer, Freiberufler oder Selbständige lassen ihre geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben über das Privatkonto laufen. So kann schnell der Überblick verloren gehen.

Mein Rat: Das „3-Konten-Modell“ hilft dabei, die Finanzen fest im Griff zu behalten.

3-Konten-Modell

Geschäftskonto – Dieses Konto ist hauptsächlich für Zahlungseingänge von Kunden und Zahlungen an Lieferanten und Dienstleister. Weiterhin sollten alle privaten Zahlungen, die für die Einkommensteuererklärung relevant sind, z.B. Versicherungsbeiträge, Spenden usw. über das Geschäftskonto gezahlt werden, da diese dann mit in die Buchhaltung fließen und so bei der Steuererklärung durch den Steuerberater nicht vergessen werden können.

Privatkonto – Über das Privatkonto werden alle übrigen privaten Zahlungen abgewickelt.

„Park“-Konto – Das ist das Rücklagenkonto für alle anfallenden Steuerzahlungen. Ein fester individueller %-Satz vom Umsatz sollte monatlich auf dieses Konto fließen. Die finanziellen Mittel für die Steuerzahlungen (Umsatzsteuer, Einkommensteuer, ggf. Gewerbesteuer etc.) sind so „geparkt“ und stehen im Bedarfsfall zur Verfügung. Für dieses „Park“-Konto kann z.B. ein Geldmarkt- oder Festgeldkonto genutzt werden. Ein schneller Zugriff ist dann immer gewährleistet.

Auf jeden Fall sollten die Konditionen (z.B. Grundgebühren, Kreditrahmen, Kosten für Kontobewegungen, Serviceverfügbarkeit u.v.m.) für die zusätzlichen Konten überprüft werden. Auch bei überschaubarem Geldverkehr lassen sich so leicht einige Euro pro Jahr einsparen.

Allerdings sind die Kosten für das Geschäftskonto alleine nicht ausschlaggebend – ein guter persönlicher Kontakt zum Bankberater sollte z.B. bei finanziellen Engpässen nicht unterschätzt werden.

 

Ein Kommentar

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