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Geschenke an Geschäftsfreunde

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Buchhaltung macht Spaß! – Ja, richtig gelesen.

Gut zu wissen: Geschenke für Geschäftsfreunde

Geschenke erhalten die Freundschaft

Geschäftspartnern und Kunden werden gerne aus unterschiedlichen Gründen Geschenke überreicht, z. B. möchte man für etwaige spätere Aufträge in Erinnerung bleiben oder sich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Allerdings sollte man sich immer die Frage stellen, ob und in welcher Höhe diese Geschenke als Betriebsausgaben angesetzt werden können.

Um die Kosten für diese Sachzuwendungen als Betriebsausgabe steuerlich berücksichtigen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Betriebliche Veranlassung
    Die betriebliche Veranlassung ist nur dann gegeben, wenn das Geschenk an die Geschäftsbeziehung zu der beschenkten Person anknüpft, diese sichert oder verbessert. Die Geschenke müssen nicht als Werbeträger gekennzeichnet sein. Geldgeschenke und Geschenkgutscheine sind hier ebenfalls möglich.
  2. Gesetzlicher Höchstbetrag von 35 Euro
    Die Aufwendungen für betrieblich veranlasste Geschenke an Geschäftsfreunde und Kunden (nicht an eigene Arbeitnehmer – hier gelten andere Regelungen) können nur bis zur Höhe von insgesamt 35 Euro pro Empfänger und pro Kalenderjahr steuerlich als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Die Freigrenze von 35 Euro wird brutto bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG (nicht umsatzsteuerpflichtig) und netto bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen berechnet. Es sollte immer beachtet werden, dass es sich bei den 35 Euro nicht um einen Freibetrag, sondern um eine Freigrenze handelt. Wird die Freigrenze überschritten, wird der Gesamtbetrag steuerpflichtig.
  3. Richtige Aufzeichnung
    Weiterhin müssen die Aufwendungen für Geschenke einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufgezeichnet werden. Nur dann werden Geschenke als Betriebsausgabe anerkannt, die Belegablage alleine genügt nicht. Die Namen der Beschenkten müssen aus der Buchung oder dem Buchungsbeleg ersichtlich sein. Auf diese Aufzeichnung kann nur verzichtet werden, wenn es sich um sogenannte „Streuartikel“ wie z.B. Taschenkalender, Kugelschreiber oder sonstiges von eher geringem Wert handelt.

Sind diese drei Voraussetzungen erfüllt, steht der Abzugsfähigkeit für die Aufwendungen der Geschenke an Geschäftsfreunde und/oder Kunden als Betriebsausgaben nichts mehr im Wege.

Keine Geschenke im steuerlichen Sinne sind z.B. Preise bei einem Preisausschreiben – hier können die Preise also auch über 35 Euro liegen.

 

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