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Gesetzliche Änderungen 2020 – Was müssen wir beachten?

 

 

 

 

 

 

In 2020 ändert sich so einiges. Einige wichtige Änderungen habe ich hier für euch zusammen gestellt.

 

Grundfreibetrag

Dieser Grundfreibetrag regelt die Höhe der Einkünfte, auf die keine Einkommensteuer gezahlt werden muss.

Die Erhöhung in 2020 beträgt

  • €   9.408,00 für Ledige
  • € 18.816,00 für zusammen veranlagte Verheiratete

 

Beitragsbemessungsgrenze KV + PV

Ab 1. Januar 2020 gelten in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung neue Einkommensgrenzen. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung iegt 2020 bei

  • €   4.687,50 monatlich
  • € 56.250,00 jährlich

Die Zahlen gelten für ganz Deutschland. Liegt das Einkommen über dieser Grenze, ist der übersteigende Teil beitragsfrei.

 

Beitragsbemessungsgrenze RV + AV

Die Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung bestimmt, bis zu welchem Gehalt Beiträge für die deutsche Sozialversicherung gezahlt werden müssen:

  • € 6.900,00 (West)
  • € 6.450,00 (Ost)

 

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung

Ab 1. Januar 2020 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf 2,4 %. Das ist auf die hohen Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit zurückzuführen. Dadurch sinken die Lohnkosten für Unternehmen, und Arbeitnehmer haben mehr Geld in der Tasche. Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

 

Kinderfreibetrag

Ab 1. Januar 2020 beträgt der Kinderfreibetrag € 5.172,00 pro Jahr.

Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von € 2.640,00.

 

Mindestlohn

Zum 1. Januar 2020 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf € 9,35 pro Stunde.

Auch in einzelnen Branchen werden die Mindestlöhne zum Jahreswechsel angehoben.

Beispiel: Gebäudereinigerhandwerk. Hier steigt der Mindestlohn auf € 10,88 (West) und auf € 10,55 (Ost).

In 2020 beträgt die sogenannte Mindestausbildungsvergütung € 515,00 im ersten Ausbildungsjahr.

 

Bahntickets

Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr wird zum 1. Januar 2020 von 19 % auf 7 % gesenkt. Das ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung. Die Fahrkarten werden dadurch etwa zehn Prozent billiger. Das soll Reisende davon überzeugen, vom Auto oder Flugzeug auf die umweltfreundlichere Bahn umzusteigen. Die Preissenkung will die Bahn in vollem Umfang an ihre Kunden weitergeben.

 

Kassenbons

Kein Einkauf ohne Beleg – ab 1. Januar 2020 werden dem Handel strenge Regeln auferlegt. Für jeden Einkauf, sei er noch so gering, muss ein Kassenbon ausgegeben werden. Das sieht die neue Kassensicherungsverordnung vor. Neben technischen Neuerungen soll die Kassenzettelpflicht für mehr Transparenz im Kampf gegen Steuerbetrug sorgen. Eine Pflicht zur Mitnahme des Kassenbons gibt es für die Kunden nicht. Händlern, die gegen diese Regelung verstoßen, droht allerdings ein Bußgeld von bis zu € 25.000,00.

 

Verpflegungsmehraufwand

Ab 1. Januar 2020 können für eintägige auswärtige Tätigkeiten ohne Übernachtung können ab einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden von der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte eine Pauschale von
€ 14,00 berücksichtigt werden. Das gilt auch bei einer auswärtigen beruflichen Tätigkeit über Nacht (also an 2 Kalendertagen).

Bei einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit beträgt die Pauschale für den Zwischentag bzw. die Zwischentage nun € 28,00.

 

Sachbezugswerte Verpflegung

Der Monatswert für Verpflegung beträgt ab 1. Januar 2020 € 258,00. Damit sind für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten

  • für ein Frühstück € 1,80
  • für ein Mittag- oder Abendessen € 3,40

anzusetzen.

 

Kleinunternehmerregelung

Ab dem 1. Januar 2020 wurde die Freigrenze auf € 22.000,00 angehoben. Von der Gesetzesänderung profitieren Kleinunternehmer, die Umsätze erzielen, die im Bereich von € 17.500,00 bis € 22.000,00 liegen. Für diese Selbstständigen ist künftig eine Befreiung von der Umsatzsteuer nach § 19 Umsatzsteuergesetz möglich.

 

Aufbewahrungsfrist

Die Aufbewahrungsfrist für elektronische Steuerunterlagen wurde von 10 auf 5 Jahre verkürzt.

Ein Kommentar

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